Mal ehrlich:
Woher weißt du eigentlich, wie es deinem Körper wirklich geht?
Nicht wie du glaubst, dass es ihm geht. Nicht wie du hoffst, dass es ihm geht. Sondern wie es tatsächlich aussieht.
Denn genau darin liegt das Problem.
Viele Dinge fühlen sich zunächst völlig normal an. Der Körper ist unglaublich gut darin, Mängel, Defizite und Ungleichgewichte auszugleichen. Oft funktioniert das über Monate oder sogar Jahre erstaunlich gut.
Deshalb ist „Ich fühle mich eigentlich ganz okay“ leider kein besonders präziser Gesundheitswert.
Natürlich könnte man jetzt sagen: „Dann gehe ich eben regelmäßig zum Arzt und lasse alles testen.“
Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Solche Untersuchungen können sehr sinnvoll sein.
Aber Hand aufs Herz:
Macht es wirklich Sinn, teure Tests durchführen zu lassen, wenn man innerlich bereits weiß, dass die eigene Basis eigentlich nicht stimmt?
Wenn die Ernährung eher aus Zufall als aus Planung besteht.
Wenn Obst und Gemüse eher gelegentliche Gäste als Stammgäste auf dem Speiseplan sind.
Wenn man sich regelmäßig sagt:
„Ab nächster Woche achte ich wirklich darauf.“
Dann bestätigt ein Test oft nur das, was man eigentlich schon wusste.
Mein Ansatz wäre deshalb zunächst ein anderer:
Erst einmal versuchen, die Ernährung vernünftig aufzustellen. Perfekt muss sie dabei gar nicht sein. Vernünftig reicht völlig aus.
Und dann kommt ein kleiner Tipp, den ich selbst ziemlich spannend finde.
Es gibt mittlerweile Apps, mit denen man sein Essen erstaunlich unkompliziert erfassen kann. Oft reicht es aus, das Essen einfach zu fotografieren und die vorgeschlagenen Angaben zu bestätigen.
Die meisten Menschen nutzen solche Apps hauptsächlich für Kalorien sowie Protein-, Kohlenhydrat- und Fettwerte.
Was viele dabei gar nicht wissen:
Viele dieser Apps erfassen zusätzlich auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Plötzlich bekommt man einen recht guten Überblick darüber, was tatsächlich auf dem Teller landet – und was eben nicht.
Das ist natürlich kein medizinischer Test und ersetzt keine Laborwerte.
Aber es liefert etwas sehr Wertvolles:
Eine halbwegs objektive Einschätzung der eigenen Ernährung.
Unabhängig davon, ob man sich gerade fit, müde, motiviert oder unbesiegbar fühlt.
Und genau das finde ich spannend.
Denn erst wenn man weiß, wo man ungefähr steht, kann man entscheiden, ob und was man überhaupt optimieren möchte.
Vielleicht stellt sich heraus, dass vieles bereits überraschend gut läuft.
Vielleicht entdeckt man aber auch die eine oder andere Baustelle.
Beides ist eine Erkenntnis, mit der man arbeiten kann.
Mich würde interessieren:
Trackt ihr eure Ernährung?
Oder gehört ihr eher zur Fraktion „Ich esse nach Gefühl und hoffe, dass mein Körper den Rest schon irgendwie regelt“?
