Gestern Nachmittag/Abend waren wir auf dem Flower Festival – der Geburtstagsfeier einer guten Freundin.
Und ich muss sagen: Es war wirklich ein großartiger Tag.
Überall gab es etwas zu entdecken. Zirkuskünstler, Sänger, Zauberer, Drag Queens, Kreativ-Workshops und vor allem jede Menge interessante und sympathische Menschen. Die Stimmung war entspannt, offen und einfach voller Lebensfreude. Genau die Art von Veranstaltung, bei der man am Ende nach Hause geht und denkt: „Das hat richtig gutgetan.“
Kulinarisch gab es für mich ebenfalls etwas Neues zu entdecken.
Neben Noam-Bier, das ich vorher nicht kannte und wirklich überraschend gut fand, gab es ausschließlich plant-based Food – also komplett vegan.
Mein erster Gedanke?
„Oh, das könnte schwierig werden.“
Und das, obwohl ich eigentlich weiß, dass veganes Essen richtig lecker sein kann.
Trotzdem merkt man manchmal, wie sehr man von Gewohnheiten geprägt ist. Da taucht sofort irgendein Vorurteil im Kopf auf, obwohl die eigenen Erfahrungen eigentlich etwas ganz anderes sagen.
Also habe ich die Gedanken beiseitegeschoben und mich einfach durch die verschiedenen Stationen probiert.
Und was soll ich sagen?
Das Essen war hervorragend.
Toll gewürzt, abwechslungsreich, kreativ und einfach lecker.
Tatsächlich würde ich mittlerweile jederzeit einen abwechslungsreichen veganen oder vegetarischen Teller einem Teller vorziehen, auf dem einfach nur ein großes Stück Fleisch liegt.
Bevor jetzt jemand denkt:
„Aha, jetzt ist der Jörg komplett auf die vegane Schiene gewechselt.“
Nein. Definitiv nicht.
Dafür mag ich Milchprodukte, Schokolade und allerlei unvernünftige Dinge viel zu gerne. Und mal ehrlich: Ein bisschen Bacon-Crunch hier&da hätte dem ganzen die Krone aufgesetzt.
Aber darum geht es eigentlich gar nicht.
Was ich aus dem Abend mitgenommen habe, ist etwas anderes:
Geht offen auf Neues zu.
Nur weil man etwas noch nicht kennt, heißt das nicht, dass es nichts für einen ist.
Und nur weil das Schnitzel beim letzten Mal nicht geschmeckt hat, bedeutet das nicht, dass alle Schnitzel schlecht sind.
Manchmal lohnt es sich einfach, Vorurteile für einen Moment beiseitezulegen und etwas eine Chance zu geben.
Im schlimmsten Fall bestätigt sich die eigene Meinung.
Im besten Fall entdeckt man etwas Neues, das man sonst verpasst hätte.
