Heute stand bei mir mal wieder eine dieser Aufgaben an, die man alle sechs Monate macht … und zwischendurch komplett vergisst.
Filterpatrone unter der Spüle wechseln.
Nicht besonders spektakulär.
Aber irgendwie hat mich genau das wieder zum Nachdenken gebracht.
Eigentlich heißt es doch immer:
“In Deutschland haben wir hervorragendes Leitungswasser.”
Und ja, grundsätzlich stimmt das auch.
Wir können wirklich froh sein, dass unser Trinkwasser streng kontrolliert wird und in vielen Regionen eine sehr gute Qualität hat.
Aber reicht mir dieses “grundsätzlich”?
Genau diese Frage hat mich schon während meines Studiums beschäftigt.
Ich erinnere mich noch gut daran, dass mein Chemie-Professor damals ausgerechnet meine Heimatregion als Beispiel für erhöhte Nitratwerte im Grundwasser genannt hat – unter anderem durch intensive Landwirtschaft.
Später habe ich gelernt, dass jede Region ihre eigenen Besonderheiten haben kann.
Mal geht es um Mikroplastik.
Mal um natürlich vorkommendes Uran.
An anderer Stelle werden Rückstände von Medikamenten, Hormonen oder anderen Stoffen diskutiert.
Nicht überall.
Nicht immer.
Aber eben auch nicht gar nicht.
Und plötzlich war für mich klar:
Wenn ich jeden Tag etwa zwei Liter Wasser trinke und mein Körper zum größten Teil aus Wasser besteht, dann ist das eigentlich ein ziemliches No-Brainer-Thema.
Warum machen wir uns darüber so wenig Gedanken?
Also habe ich mich vor fast zehn Jahren intensiv mit Wasserfiltern beschäftigt.
Und ich kann euch sagen:
Das ist fast schon eine Glaubensfrage.
Filterkanne.
Untertischfilter.
Doppelfilter.
Umkehrosmose.
Mineralisierung.
Jeder hat die einzig wahre Lösung.
Ich habe mich damals bewusst für ein Untertischsystem mit wechselbaren Filterpatronen entschieden.
Für mich persönlich der beste Kompromiss aus Qualität, Kosten und Alltagstauglichkeit.
Heute habe ich wieder die Patrone gewechselt.
Nicht weil sie plötzlich nichts mehr kann.
Sondern weil ihre Filterleistung mit der Zeit nachlässt und der Hersteller einen Wechsel nach sechs Monaten empfiehlt.
Das Schöne daran:
Man kann solche Systeme sogar an die eigene Region anpassen.
Wer andere Wasserwerte hat, kann zusätzliche oder andere Filterstufen einsetzen.
Und einen ganz praktischen Nebeneffekt gibt es bei mir auch noch:
Unser Münchner Wasser ist ziemlich kalkhaltig.
Meine Kaffeemaschine freut sich deshalb mindestens genauso über den Filter wie ich.
Versteht mich bitte nicht falsch.
Ich möchte hier niemandem erzählen, dass jetzt jeder sofort einen Wasserfilter braucht.
Aber ich finde den Gedanken spannend.
Wir diskutieren stundenlang über Bio-Lebensmittel, Vitamine oder Nahrungsergänzung.
Beim Wasser hingegen sagen wir oft einfach:
“Wird schon passen.”
Dabei ist Wasser wahrscheinlich eines der Lebensmittel, das wir am häufigsten konsumieren.
Vielleicht verdient es deshalb einfach ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.
